Der erste spielbare Kalah-Kern unter Linux
Die erste spielbare Fassung von Mancala AGA entstand nicht auf dem Amiga, sondern unter Linux. Das war kein Plattformwechsel, sondern ein Prüfstand: Regeln, Spielablauf und KI sollten schnell testbar werden, ohne schon von AGA-Grafik oder AmigaOS-Eingabe abzuhängen.
Der Kalah-Kern wurde deshalb in kleine Module getrennt. Das Brett hält den Zustand, das Regelmodul verteilt und fängt Steine, behandelt Bonuszüge und Spielende, und eine eigene Ablaufsschicht sorgt dafür, dass Endabrechnung und Ergebnis immer in der richtigen Reihenfolge geschehen. Das SDL3-Frontend zeichnet nur, nimmt Mausklicks entgegen und ruft die öffentliche Game-API auf.
Der Prototyp zeigte bereits zwei Reihen mit je sechs Mulden, beide Kalahas, den aktiven Spieler und eine computergesteuerte Gegenseite. Besonders wichtig war, dass ein Bonuszug nicht nur im sichtbaren Spiel, sondern auch im Suchbaum der KI beim selben Spieler bleibt. Ein winziges Detail mit erstaunlichem Talent, ganze Partien falsch abzubiegen.
Automatisierte Tests prüften unter anderem Zugvalidierung, Aussaat, das Überspringen des gegnerischen Kalaha, Fangregel, Spielende, Endabrechnung, Gewinner und den Erhalt der Gesamtsteinzahl. Zusätzlich wurden vollständige KI-gegen-KI-Partien mit drei bis sechs Startsteinen durchgespielt.
Einordnung: Dies war ein Hosttest unter Linux. Er belegte einen spielbaren Kalah-Prototyp und die Plattformunabhängigkeit des Kerns, aber noch keinen Amiga-Crossbuild, keinen Emulatorlauf und keinen Test auf echter A1200-Hardware.
Rückblickend veröffentlicht; Teststände werden hier nur für den jeweils dokumentierten Entwicklungsstand genannt.